Aktuelles:
 

DAkkS-Regelwerk:
Seit 23.01.2017 hat die DAkkS ein neues Berichtswesen eingeführt. Für die zu begutachtenden
Stellen ist wichtig, ab sofort die neue Checkliste (Checklistenbericht) auszufüllen. Weiterhin werden
bei den Abweichungen nur noch die Abweichungen - und keine Korrekturmaßnahmen – festgelegt.
Die begutachteten Stellen müssen für jede Abweichung die Ursachenanalyse, die festgelegten
Korrekturmaßnahmen sowie Nachweise zu deren Umsetzung erstellen und nachweisen.

Seit 19.01.2017 wurden die Anforderungen an Trinkwasser-Untersuchungsstellen
(Merkblatt 71 SD 4 011) revidiert. Eingefügt wurden die radiochemischen Untersuchungen und die
Fremdvergabe von Leistungen wird wie eine Unterauftragsvergabe behandelt.

Neue Normen:
DIN 19698-2 (Stand 12-2016): „Untersuchung von Feststoffen – Probenahme von festen und
stichfesten Materialien – Teil 2: Anleitung für die Entnahme von Proben zur integralen
Charakterisierung von Haufwerken“ - Die im Teil 2 dargestellten statistischen Modelle geben m.W.
zum ersten Mal in einer Norm „den allgemeinen Ansatz an, der für weitgehend homogenes Material
zutreffend ist, dass die Gesamtstreuung der Probennahme maximal das 3-fache der
Analysenstreuung betragen darf (??P=3·????).
Im Sinne dieser Norm ist das kein signifikanter Einfluss für die Repräsentanz der Probenahme.
Weitere Erläuterungen zu den Repräsentativitätskriterien werden im Anhang C der Norm gegeben.

DIN EN ISO 5667-6 (Stand 12-2016):
Wasserbeschaffenheit – Probenahme – Teil 6: Anleitung zur Probenahme aus Fließgewässern
(ISO 5667-6:2014); Wesentliche Punkte ist die Einführung des Begriffs der „Bedeutung der Durchmischung“.
Zur Ermittlung der Auswirkungen eines einmündenden Nebenflusses oder eines Abflusses auf die
Beschaffenheit eines bestimmten ausgewiesenen Flussabschnittes oder des interessierenden
Hauptstroms (Strom, Gewässer) sollten mindestens zwei Probenahmegebiete ausgewählt werden;
ein Probenahmegebiet sollte stromaufwärts des Zusammenflusses und das andere Gebiet sollte in
ausreichendem Abstand stromabwärts liegen, damit die vollständige Durchmischung sichergestellt ist.“ –
Die Durchführung der Probenahme ist durch folgende Beschreibung wieder eindeutiger:
„Die Sammelbehälter sollten in eine homogene Zone auf eine Weise eingetaucht werden, dass eine
Wasserprobe ohne die Aufnahme des Oberflächenfilms oder von Totwasser entnommen wird.
Nach Möglichkeit sollten die Proben etwa 30 cm unter der Oberfläche entnommen werden oder
ansonsten bei mittlerer Höhe zwischen Sohle und Oberfläche.“
Diese Norm setzt sich sehr ausführlich mit der Probenahme aus Fließgewässern auseinander und
hat fast Lehrbuch-Charakter.



Akkreditierungswesen:


seit dem 01.01.2010 gibt es nur noch eine nationale Akkreditierungsstelle,
die DAkkS GmbH, die unter folgender Adresse zu erreichen ist :

Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH
Spittelmarkt 10
10117 Berlin

www.dakks.de . Auf dieser Homepage werden die aktuellen Formulare und Merkblätter zur Verfügung
gestellt und sind dort abteilungsbezogen abrufbar. Die DAkkS ist zentrale Ansprechpartnerin in allen
Verfahrensangelegenheiten.
Die Aufgaben der früheren "leitenden Begutachter" übernimmt der/die jeweilige KundenbetreuerIN.

Probennahmen:
Trinkwasser: Seit 01.11.2011 ist die erste Änderung zur Trinkwasserverordnung 2001 gültig.
Wichtig hierbei ist der generelle Bezug der Leitfähigkeit auf 25° Celsius, so dass nicht mehr umgestellt
werden muss. - Bei den Legionellen wird u.U. ein Abflammen der Entnahmevorrichtung erforderlich.
Hier ist eine genaue Absprache mit dem Betreiber wichtig.

Abwasser: Durch die aktualisierte Norm (2009) und das zugehörige AQS-Merkblatt sind
Qualitätssicherungsmaßnahmen vorgeschrieben, deren Durchführung in den Begutachtungen geprüft wird.

Böden: Hier werden zur Beschreibung des Bodens die folgenden Normen angewendet.

DIN EN ISO 14688-1        Geotechnische Erkundung und Untersuchung - Benennung,
                                            Beschreibung und Klassifizierung von Boden -
2003-01                             Teil 1: Benennung und Beschreibung
DIN EN ISO 14688-2        Geotechnische Erkundung und Untersuchung - Benennung,
                                            Beschreibung und Klassifizierung von Boden -
2004-11                             Teil 2: Grundlagen für Bodenklassifizierungen
DIN EN ISO 14689-1        Geotechnische Erkundung und Untersuchung - Benennung,
                                            Beschreibung und Klassifizierung von Fels -
2004-04                             Teil 1: Benennung und Beschreibung

Die Dokumentation erfolgt im Schichtenverzeichnis gemäß:

DIN EN ISO 22475-1        Geotechnische Erkundung und Untersuchung - Probenentnahmeverfahren
                                            und Grundwassermessungen -
2007-01                             Teil 1: Technische Grundlagen der Ausführung.
                                            Achtung: In dieser Norm steht unter Anwendungsbereich: "Dieser Teil von
                                            ISO 22475 gilt nicht für Gewinnung von Bodenproben für landwirtschaftliche
                                            und umweltbezogene Bodenuntersuchungen."
                                            oder nach der Bodenkundlichen Kartieranleitung, 5. Auflage, Hannover 2005.
                                            Letzteres gilt insbesondere bei kontaminierten Böden (siehe Anmerkung oben).

Abfall: In einzelnen Bundesländern wird für jeden Probennehmer ein Nachweis zur Fachkunde
gemäß LAGA PN 98 gefordert, d. h. jeder Probennehmer muss eine externe Schulung besucht haben.
Inwieweit sich das durchsetzen wird, bleibt abzuwarten.

Begutachtungen nach den Fachmodulen: Hier gibt es immer wieder Probleme, weil die
Akkreditierungsstelle die strikte Einhaltung der Fachmodule überprüft. Abweichungen oder
Ausnahmeregelungen können allenfalls von den notifizierenden Länderbehörden
gemacht werden, da die Fachmodule von den Länderarbeitsgemeinschaften erarbeitet wurden.